Mittwoch, 22. April 2009

Die Kinderporno Märchen

1 Mit Kinderpornos werden Milliarden verdient… es ist ein Massenmarkt (gerne verwendet von Sprechpuppe Ursel und Realitätsverweigerer Ziercke)

Dies ist immer wieder ein Hauptargument für die Zensurliste. Allerdings auch eine von vielen Behauptungen, die bis heute nicht belegt sind, wie in der ganzen Debatte üblich.

Geht man erst einmal vom gefühlten Eindruck eines Internetnutzers aus, so muss man sagen, tut man sich schwer, alleine schon weil man selten bis nie auf eine echte KiPo Seite kommt. Ich kann das nur für mich sagen, aber in 10 Jahren Internet bin ich bis heute nicht zufällig auf eine Seite gekommen, noch auf indirekte Links.

Tatsächlich bestätigen auch Kenner und Anwälte, die damit direkt zu tun haben, es erfolgt überwiegend der kostenlose Tausch, in seltenen Fällen der Kauf und wenn dann zu unbedeutenden Summen. Beeindruckend hierbei die offenbare unterschiedliche Auslegung zwischen LKA und BKA. Seitens LKA wird bestätigt, dass es praktisch gewerbliche KiPo nicht gibt.

Quelle:  http://www.sueddeutsche.de/panorama/813/465404/text/19/

Besonders zu beachten:

Auch das LKA München erklärt, dass bei der Verbreitung von
Kinderpornographie Geld kaum je eine Rolle spielt. Es gebe
organisierte Strukturen, aber selten: "Die überwältigende Mehrzahl
der Feststellungen, die wir machen, sind kostenlose Tauschringe, oder
Ringe, bei denen man gegen ein relativ geringes Entgelt Mitglied
wird, wo also nicht das kommerzielle Gewinnstreben im Vordergrund
steht. Von einer Kinderpornoindustrie zu sprechen, wäre insofern für
die Masse der Feststellungen nicht richtig."

Sprechpuppe Ursel: "Die Würde des Kindes ist ein höheres Gut als die Massenkommunikation", betonte die Familienministerin. 80 Prozent der Nutzer würden "per Zufall und aus Neugier" auf kinderpornographischen Webseiten landen. Dort habe man sich bisher Filme runterladen können, "die das Zerfetzen der Kinder zeigt". So hätte der Eindruck entstehen können, "dass das etwas sei, was viele machen". Das habe die Hemmschwelle gesenkt. User seien "angefixt" und dann in schwerer zugänglich Foren für Pädophile gelockt worden. Nun würden die Verbindungen zu entsprechenden Webseiten von vornherein unterbunden.

Punkt 1 – Der Mythos “Snuff Video” lebt wieder auf und man hat bei verschiedenen Anlässen keine Hemmung dies auch immer wieder zu betonen. Tatsächlich handelt es sich aber um eine seit Jahren verbreitete “Internet Legende” ähnlich der “Spinne in der Yucca Palme”. Offenbar verfügt die Sprechpuppe damit über die erste wirklich bestätigte Quelle, nachdem bis heute kein realer Fall bekannt war.

Punkt 2 – nicht 80% der Nutzer landen auf KiPo Seiten, sondern wohl mindestens 80 % sog. Nutzer von KiPo Seiten, sind dort eher durch Zufall gelandet. Dies ist ein erheblicher Unterschied. Besonders eindrucksvoll wird dies unter anderem durch die “Operation Himmel” dokumentiert, hierbei handelt es sich um die bisher größte Kriminalisierungsaktion von Internetnutzern. Nachzulesen hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kinderpornografie

Punkt 3 – die Anfixtheorie. Eine der wohl absurdesten Behauptungen in diesem Zusammenhang, dass der Konsum von KiPo eine Sucht wäre, der man praktisch schon nach dem Konsum eines Bildes verfallen ist. Selbst bei Hobbypsychologen erntet man mit einer solchen Aussage nur einen herzhaften Lacher. Auf das Thema muss man nicht weiter eingehen.

Punkt 4 – Eine Verbindung würde unterbrochen. Falsch! Beim jetzigen Verfahren besteht sowohl die Seite, als auch deren Inhalte weiter, man wird nicht wirklich aktiv, sondern zieht nur den Vorhang zu damit man es nicht mehr sieht. Man muss also nicht mehr gegen das Angebot vorgehen, sondern es reicht vollkommen aus, wenn man gegen User vorgeht, die offenbar irrtümlich auf der Stopp Seite landen.

 

Auf Grund der Vielzahl von verbreiteten Lügen und Falschbehauptungen – Fortsetzung folgt.

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