21. April 2009 23:04
Ursulas Kinderporno-Suchmaschine
foobar (mehr als 1000 Beiträge seit 10.01.00)
Befindet sich eine Suchmaschine hinter dem Filter, dann speichern
deren Webcrawler zu jeder gesperrten Adresse die Stopp-Seite ab.
Nimmt der Suchmaschinenbetreiber diese Daten nicht explizit aus
seiner Datenbank, dann spuckt eine Suche nach der Stopp-Seite die
Liste der gesperrten Adressen wieder aus.
Einen Webcrawler, der Links auf Webseiten verfolgt und nach der
Stopp-Seite sucht kann obendrein jeder laufen lassen. Kann die
Stopp-Seite anhand der IP-Adresse identifiziert werden, dann ist es
sogar möglich die Links ohne Zugriff auf die Stopp-Seite zu
identifizieren: Nach dem DNS-Lookup kann man dann bereits abbrechen
und hinterläßt noch nicht einmal Log-Einträge auf dem Stopp-Server.
Mit der so gewonnenen Liste von Einträgen mit Ursulas Gütesiegel ist
es dann ein leichtes via ausländischem Proxy oder DNS-Server auf die
"gesperrten" Daten zuzugreifen.
Wenn es wieder eine gewohnt "professionelle" Umsetzung des ganzen
Themas gibt (siehe z.B. Toll-Collect / Arbeitsamt-Server / Server für
Abwrackprämie usw.), dann kommen Kinderporno-Konsumenten einfacher
als je zuvor an ihren "Stoff".
Ich habe mir erlaubt obigen Kommentar aus Heise.de wörtlich zu übernehmen, weil er wirklich eine Problematik beschreibt, wie man es nicht besser machen kann. Besonders weil es auch meine Einstellung zeigt, dass ich eine Liste für absolut kontraproduktiv halte.
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